Rom, „Impressionisti Segreti“ (Geheime Impressionisten) im Palazzo Bonaparte

Fünfzig Werke von Monet, Renoir, Cézanne, Pissarro, Gauguin und Signac werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt

TiDPress

Pierre Auguste Renoir "Tete de femme"

Pierre Auguste Renoir „Tete de femme“

Rom – Die Ausstellung „Impressionisti Segreti“, die erstmals über fünfzig Meisterwerke zeigt, wurde bis zum 5. Mai 2020 verlängert. Dann werden die Schätze des Impressionismus in die Privatsammlungen zurückkehren, aus denen sie stammen, verborgen vor den Blicken der Öffentlichkeit.
Die von Monet, Renoir, Cézanne, Pissarro, Sisley, Caillebotte, Morisot, Gonzalès, Gauguin, Signac, Van Rysselberghe und Cross signierten Werke werden derzeit in den Räumen der römischen Residenz von Maria Letizia Ramolino Bonaparte, der Mutter Napoleons, ausgestellt, die bis 1836 in dem Gebäude lebte und es in eine Residenz voller Fresken, Mosaiken, Statuen und neoklassischer Dekorationen verwandelte.

Die Ausstellung beginnt mit dem Gemälde „Arm der Seine bei Vétheuil“ von Claude Monet, einem symbolischen Werk des Impressionismus. Ein ganzer Raum der Ausstellung ist Camille Pissarro gewidmet. Der Maler lebte in einem Landhaus in Éragny und benutzte oft Bauern als seine Motive – wie auf dem Gemälde, das ein Bauernpaar bei der täglichen Arbeit zeigt, oder wo ein Mädchen im Schatten einer Heugarbe ruht, die von der Sonne beleuchtet wird.

Alfred Sisley malte die schnell wechselnden Jahreszeiten auf dem Land. Auf dem Gemälde „Seine-Ufer in Argenteuil“ beobachten zwei Wanderer ein Segelboot, das unter einem Sommerhimmel mit einigen Wolken auf dem Fluss fährt. Im Bild „Cœur-Volant-Straße in Louveciennes“ ist der Protagonist ein trauriger Wintertag, an dem zwei kleine Figuren der Kälte trotzen.

Camille Pissarro, "Au bord de la Seine a_ Paris"

Camille Pissarro, „Au bord de la Seine  à Paris“

Camille Pissarro, Les grands hetres a Varengeville"

Camille Pissarro, Les grands hetres a Varengeville“

Im „Porträt von Madame Joseph Durand-Rue“ drückt sich der Porträtmaler Renoir, ein Liebhaber von Frauen und Farben, aus. In „Mademoiselle Geneviève Caillebotte“ und „Jungfrauen am Meer“ greift er das den Impressionisten lieb gewonnene Thema der Freizeit auf.

Der Weg der Ausstellung führt zwischen den Sälen des Palazzo Bonaparte durch die Loggia mit Blick auf die Piazza Venezia, von der aus Madame Mère – Letizia Bonaparte die späten Nachmittagsstunden verbrachte, um die Spaziergänger zu beobachten. Dann geht es zurück zum Atrium, wo sich das Gipsmodell des „Mars als Friedensstifter“ befindet, der berühmten Statue, die der Bildhauer Antonio Canova Napoleon gewidmet hatte.

„Impressionisti Segreti“, Palazzo Bonaparte, Rom, bis 5. Mai 2020
www.mostrepalazzobonaparte.it

Im Palazzo Bonaparte findet bis zum 19. April 2020 auch die Ausstellung I Love Lego statt, die Kinder und Enthusiasten erfreut. In einem Spiel von Farben und Perspektiven, zwischen spektakulären Dioramen und künstlerischen Kreationen, präsentiert die Ausstellung im kleinen Maßstab detaillierte Reproduktionen fantastischer Welten, die auf zehn Quadratmetern mit Legosteinen hergestellt wurden: von der zeitgenössischen Stadt bis zu den Abenteuern der Piraten; von mittelalterlichen Landschaften bis zu den Prachtstücken des antiken Roms in einer getreuen Reproduktion des Forum des Augustus.

23-02-2020

News | Tags: ,

© Copyright TidPress
Video
Bildergalerie
Italienische Regionen