Meran, die wunderschönen Trauttmansdorff-Gärten

Vor dem Schloss der Kaiserin Sissi mit den Alpen im Hintergrund: eine erstaunliche Auswahl an Farben, Formen und Düften von Pflanzen, exotischen und einheimischen Blumen. Im verbotenen Garten der Kräuter und giftigen Pflanzen

Text und Fotos: Paolo Gianfelici

Meran-Trauttmansdorff-Paolo-Gianfelici (5)Meran – In Südtirol kann man viele spektakuläre Orte bewundern: Berge, Täler und Burgen, wo die Farben der Gebäude und die Linien der Natur zur Kunst werden. Die Trauttmansdorff-Gärten sind wunderschön und zeigen eine erstaunliche Auswahl an verschiedenen Schattierungen und Formen von Pflanzen und exotischen und einheimischen Blumen. Mit den Sinnen erfährt man Düfte, Farben, und einige Pflanzen kann man auch anfassen. Auf einer Fläche von zwölf Hektar sind mehr als 80 natürliche und vom Menschen kreierte botanische Landschaften zu sehen. Im Hintergrund blickt man auf die Alpen, und oberhalb thront die Burg, wo sich die Kaiserin von Österreich Sissi lange aufhielt. Die Gärten sind die meistbesuchte Stätte der Autonomen Provinz Bozen.

Meran-Trauttmansdorff-Paolo-Gianfelici (20)Ich denke, es ist unmöglich, die Gärten an einem einzigen Tag zu erkunden. Das Ideal ist, im Frühling hierher zu kommen und dann im Herbst. Als ich die Gärten besichtigte, war es mein Ziel, die Farben der Natur an einem strahlenden Oktobernachmittag mit der Kamera festzuhalten. Ich habe damit begonnen, einen 700 Jahre alten Olivenbaum im nördlichsten Olivenhain Italiens zu fotografieren. Dann habe ich die wichtigsten einheimischen Sorten Südtirols unter einer langen Pergola mit Weinbergen bewundert. Später habe ich mich ich im Labyrinth mit den hohen Hecken des italienischen Renaissance-Gartens verloren und die amerikanischen Riesen-Kakteen bewundert. In den Trauttmansdorff-Gärten leben auch Tiere: Kaninchen, Pfaue, Zackelschafe und Zwergziegen, Schlangen, Aras, chinesische Enten und japanische Karpfen. Spektakulär ist die Aussicht auf das Etschtal, den Meraner Talkessel und die umliegende Bergwelt vom „Matteo Thun’scher Gucker“. Eine weitere Landschaft Südtirols zeigt eine Streuobstanlage mit „vergessenen“ Apfel- und Birnensorten.
In der Nähe des Ausgangs befindet sich unter die Mauern des Schlosses der verbotene Garten. Hier „wachen“ Hexen und einige seltsamen Skulpturen über giftige Pflänzchen. Es ist die geheimnisvolle und archaische Welt Südtirols, die aus Mythen und gruseligen Legenden besteht. Die andere Seite der Medaille der Natur, die den Menschen feindlich erscheint.

Die Trauttmansdorff-Gärten werden, wie jedes Jahr, am 15. November geschlossen und nächstes Jahr am 1. April wieder eröffnet. Man muss der Natur die Zeit geben, sich zu erneuern, um sich dann wieder in ihrer ganzen Schönheit zeigen zu können.

Info:

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff:     www.trauttmansdorff.it
Der ideale Startpunkt, um die Trauttmansdorff-Gärten zu besichtigen, ist das Hotel Wiesenhof in Algund (nur 10 Minuten Bus von Meran entfernt). Der Wiesenhof befindet sich zwischen Apfelgärten in ruhiger und angenehmer Lage. Im Garten des Hotels gewinnt die Natur das Vertrauen jeden Gastes .
www.wiesenhof.com

 

12-11-2018

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