Molise: wunderbare, leckere Natur und viele Trüffel

Es ist auch in Italien ein kleines Geheimnis: in dieser Region schenken die Wurzeln der Bäume sehr viele Trüffeln von höchster Qualität

Text und Fotos: TIDPress

Piana dei Mulini Michelino Lucarelli (Links) und Nicola Cavaliere

Piana dei Mulini
Michelino Lucarelli (Links) und Nicola Cavaliere

Campochiaro "Selva del Campo"

Campochiaro
„Selva del Campo“

Bologna – Weiße Trüffel aus Molise: Im Food Park „FICO Eataly World“ in Bologna wurde dieser echte Schatz aus der Region, die sich zwischen Latium, Kampanien, Apulien und Abruzzen befindet, vorgestellt. Die Idee war, den noblen, unterirdischen Pilz mit typischen Rezepten zu vereinen. Von der „Piana dei Mulini“, ein mit viel Liebe restauriertes Komplex wo sich einst mehrere Mühlen befanden und wo man nun übernachten und (gut) essen kann, kamen nach Bologna der Besitzer Michelino Lucarelli und Koch Antonio Mastrantuono. Dieser hat sich das Rezept aus Dinkel, Kürbis, halb abgelagerte Käse und Trüffeln ausgedacht. Praktisch ist in Molise alles echt: es gibt hier keine Industrie und die Bewohner sind nur 300 000. Traditionelle Molkereiprodukte und Landwirtwirtschaft werden mit Leidenschaft vorangebracht und man findet diese Echtheit im Teller wieder. Die Zutaten erzählen von ihrer Herkunft, zwischen weite Felder, die von den antiken „tratturi“ durchquert werden. Es sind historische Triftwege entlang derer die Weidegebiete des Viehs saisonal gewechselt wurde. Die Transhumanz bestimmte, dass im Herbst die Bergweiden in Abruzzen verlassen wurden, um wärmere Flächen in Apulien zu erreichen. Im Sommer fand die Rückreise statt.

Molise-Campochiaro- (4)Die „tratturi“ sind noch ein wichtiger Bestandteil der Region und man kann darauf durch eine bildschöne Landschaft wandern. Molise ist aber neben Tradition auch Forschung in der Landwirtschaft. So werden in Campochiaro (Campobasso) in Treibhäuser Pflanzen gezüchtet, dessen Wurzeln mit den Sporen, über die sich der Trüffel vermehrt, geimpft worden sind. Die gilt doch nur für schwarze Trüffeln. Die weiße muss man in der Natur mit dem Hund suchen. Deshalb sind sie noch begehrter und gut. In Bologna wurde die Verkostung mit Ricotta mit Honig und Trüffel gekrönt. Dazu gab es exzellenten Rotwein der autochthone Rebsorte „Tintilia“.
Info:
La Piana dei Mulini – Albergo Diffuso
Strada Statale 647 Fondo Valle del Biferno, km 7
Colle d’Anchise
www.lapianadeimulini.it

13-10-2019

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