Die Schönheit des Ridnaun-Tals

In Südtirol in der Nähe der Stadt Sterzing kann man das barocke Schloss Wolfsthurn besichtigen

Text und Fotos: TiDPress

Mareit, das Schloss Wolfsthurn

Mareit, das Schloss Wolfsthurn

Ridnau-Tal. – Die Schönheit des Ridnaun-Tals in Südtirol besteht nicht nur aus einer klassischen Landschaft mit Bergen, Bäumen und Wiesen. Diese sind oft schon ausreichend, um einen Urlaubsort in allen Jahreszeiten angenehm zu machen. Hier, in der Nähe der Stadt Sterzing, schlängelt sich die Straße zwischen einer malerischen Gegend, wo auch die Bewohner in jedem Haus oder Gehöft an der Harmonie arbeiten. Eines der Gebäude, das die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zieht, liegt sicherlich etwas oberhalb von Mareit: das Schloss Wolfsthurn. Es handelt sich um eine barocke Anlage, die seit der Erbauung und noch jetzt im Besitz der Familie Sternbach ist. In den schön restaurierten Sälen kann man das Landesmuseum für Jagd und Fischerei besuchen sowie original eingerichtete Prunkräume. Wie in allen Märchen, versinkt das Schloss am 15. November in den „Winterschlaf“, am 1. April aber öffnet es wieder seine Tore. Was den Besuch noch faszinierender macht, ist der Themenweg „Wald und Wasser“. Wenn man das Schloss verlässt, muss man den Weg nach rechts nehmen. An der Ringmauer beginnt ein sanfter Weg, der zuerst am Eingang des Privathauses der Familie vorbeiführt. Die Allee führt weiter zu einen Teich: hier steht eine Holzbank, von der aus man einen wunderschönen Blick auf das Schloss hat. Am schönsten wird es aber, wenn man in den Wald eindringt: hohe Bäume, ein kleiner Bach und viel Stille. Wenn man sich eine Märchenlandschaft vorstellt, erlebt man sie hier. Dazu kommen mehrere Stationen und Schautafeln, die auf anschauliche Weise Wissenswertes über Wald und Wasser erzählen.

Sterzing

Sterzing

Auch die Stadt Sterzing hat etwas Fabelhaftes: die Altstadt besteht aus einer Straße, die komischerweise Neustadt heißt und in der alle Häuserfassaden restauriert wurden. Der Blick ist unvergesslich, auch weil am Ende der Straße der schöne Zwölferturm mit seinen 46 Metern thront. Man geht von einen hübschen Geschäft zum anderen, und es gibt eine große Auswahl an Kaffeehäusern und Restaurants, wo man eine angenehme Pause machen kann. Wenn man weiter ins Ridnaun-Tal fährt, kommt man an eine Stelle, wo die Straße am ehemaligen Bergbau endet. Hier entstand vor 150 Jahren eine Erzaufbereitungsanlage modernster Machart. Gewaltige Maschinen brachen und zermalmten das Gestein, große Flotationsbecken förderten die Erze. Beeindruckende Bremsberge und Pferdebahnstrecken ziehen als weltweit größte Übertageförderanlage bis zum Erzrevier im Hochgebirge. Das heutige Museum ist eine spannende Erfahrung, die man machen muss, um dann wieder die perfekte Schönheit der Natur zu genießen.

18-11-2018

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