Reise in der Daunia (Apulien): San Marco la Catola und Lucera

Trekking zwischen Höhlen und befestigten Bauernhöfen. Die Lagerfeuer für das Fest des Heiligen Antonius erhellen die mittelalterlichen Gassen von San Marco la Catola. Die antike Pracht von Lucera

Text und Fotos: Brunella Marcelli

San Marco la Catola – Apulien ist ein flaches Gebiet mit roter Erde und weiten Olivenhainen, aber in derselben Region kann man auch die hügelige Landschaft der Daunia (Provinz Foggia) erkunden. Hier gibt es Orte, wo der Blick über verschiedenen Grün- und Gelbtöne, von Weizenfeldern bis zu den üppigen Waldgebieten, schweifen kann. Im Relais San Pietro, das sich ungefähr 2 Km von der Stadt Celenza Valfortore befindet, hat man einen wunderschönen 360-Grad-Ausblick über die Berge des „Sub Appennino Dauno“. Beeindruckend ist von dieser Stelle aus der Blick auf den Occhito-See: In der Wasseroberfläche spiegelt sich die umliegende Natur wider. Je nach Tageszeit wechselt die Färbung von Grün zu Silber.

Lucera

Lucera

„Gran Burrone“ ist eine Vereinigung von jungen Leuten, die mittels Geotourismus das naturalistische Erbe zwischen den Hängen von Matese und den Monti Dauni stärken und verteidigen. Sie begleiten die Gäste auf einer aufregenden Wanderung durch Anthropo-Höhlen und zu befestigten Bauernhöfen, auf Waldwegen und durch Täler. Man verlässt die Natur und erreicht das Dorf von San Marco La Catola, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen. Die engen Gassen bestehen aus Stufen und irgendwann kann man auf ein herrliches Panorama blicken. Das Herz des Dorfes ist das Schloss: Es wird derzeit restauriert, aber man kann das Convento dei Cappuccini, die Domus Mariae und die Chiesa Matrice besuchen.

Die Tour führt zuletzt nach Lucera, zur Pracht der antiken Ruinen des wunderschön erhaltenen römischen Amphitheaters und der Schwäbisch-Anjou Festung mit den großen, mit Türmchen versehenen Mauern, die die Überreste des Kaiserpalastes Friedrichs II. einverleibt. Als blühende Stadt in der Römerzeit erlebte Lucera nach Jahren des Vergessens, dank der von Friedrich II. gewünschten Umsiedelung der sizilianischen Sarazenen-Rebellen, eine neue Renaissance. Hier bewundert man das leuchtende Lucera der Minarette und Moscheen, dessen städtische Struktur noch immer eine islamische Prägung in der Verflechtung von Gassen, Unterführungen und Innenhöfen trägt. Die nachfolgende christliche Bekehrung der Stadt sieht genau in ihrem Gründungssymbol, der Kathedrale Maria Himmelfahrt, einen bedeutenden Moment des Anjou-Einflusses, der durch diese gotischen Elemente repräsentiert wird und darauf abzielt, sogar die romanischen und islamischen Elemente der Friedrichszeit zu überwinden. Und trotzdem bleiben die östlichen Echos erhalten, die diese Stadt und ihre Magie einzigartig machen.

www.relais-celenza.it
www.granburrone.it
www.locandaboscosancristoforo.it
www.agriturismoavellaneta.it

17-07-2019

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