Lungarotti: Die heiteren Weinberge Umbriens

Der Familienbetrieb produziert exzellente Weine, die die Schönheit des Territoriums und viel Tradition beinhalten

Text un Fotos: Redaktion TiDPress

Lungarotti Weinkeller von Montefalco

Montefalco, Weingut Lungarotti

Chiara Lungarotti

Chiara Lungarotti

Torgiano (Provinz Perugia) – Um guten Wein zu produzieren, muss man das Territorium lieben und Chiara Lungarotti versteckt ihre Liebe zu Umbrien sicherlich nicht. Der frische Wind des Sommers weht in Torgiano, wo die Weinproduzenten einen ihrer beiden Keller haben. Der Familienbetrieb wurde um 1960 vom Vater Giorgio gegründet und jetzt sitzen die Schwester Chiara und Teresa am Steuer. Die ganze Familie hat immer leidenschaftlich am Projekt gearbeitet und Chiara weiß, wie man ein Manager sein kann, ohne sein mitreißendes Lächeln zu verlieren. „Alles muss mit dem Respekt für die Erde beginnen“, erzählt sie. „Umbrien ist eine Region mit großen Weinen und mir gefällt die Idee, dass man die Wärme, die unser Territorium ausstrahlt, in der Flasche auch wiederfindet“. Dahinter steckt eine konstante Arbeit, die jedes Jahr eine neue Herausforderung mit sich bringt. „Der Wein muss gut sein und das heißt, dass man die Erde gut bearbeiten muss“.

Wie dankbar diese Erde ihre Schönheit zurückgibt, sieht man in „Poggio alle vigne“, wo die Familie Lungarotti auf einem Hügel, mit bezaubernden Blick auf die Weinberge, einige Steinhäuser restauriert hat, um daraus elegante Ferienwohnungen zu machen. Wenn man hierherkommt, versteht man auch, dass das Engagement der Familie ein umfangreicheres Konzept von Schönheit beinhaltet. Dazu gehört das Museum des Weines (MUVIT) in Torgiano, das von Maria Grazia, die Mutter von Chiara und Teresa, gegründet wurde. Die Dame hat eine unglaubliche Sammlung von wertvollen Objekten zusammengetragen und ausgestellt, die das Verhältnis der Mittelmeervölker zum Wein durch die Jahrtausende darstellt. Eine wahre Schatztruhe, in der man bei jedem Schritt staunt und deren Besichtigung man mit einer Weindegustation im nebenanliegenden Lokal, der „Osteria del museo“, das sich im selben, monumentalen Palazzo Graziani-Baglioni befindet, krönen sollte.

Torgiano, „Poggio alle vigne“

Torgiano, „Poggio alle vigne“

Torgiano, Osteria del Museo

Torgiano, Osteria del Museo

Die Tische im Freien sind auf einem freien Platz vor einem alten Eisentor angeordnet. Bei einem Schluck Torre di Giano Vigna il Pino Lungarotti von 2015 fällt der Blick auf den bezaubernden Garten der edlen Sommerresidenz aus dem 17. Jahrhundert. Dieser feine, duftende, weiche Weißwein mit mineralischer Note ist eine Hommage an das mittelalterliche Turmsymbol von Torgiano. Die freundliche und kompetente Bedienung, die die Weine erklärt, bringt Salami, lokalen Schinken und Brot-Crostini. Zu diesen starken Aromen passt sehr gut der Rubesco Vigna Monticchio Riserva 2015, der wichtigste der von Lungarotti produzierten Weine: duftend, pfeffrig und fruchtig.

Im Keller von Torgiano muss Chiara schon zum nächsten Termin eilen, aber für die Gäste ist ein leckeres Vesper in Form einer Pappschachtel voller Spezialitäten vorbereitet: Salami, Käse, „panzanella“ (Brot mit Öl, Tomaten und Gurken angemacht), die „torta al testo“, die typische umbrische Focaccia mit weichem Streichkäse und Gemüse gefüllt. In der Picknick-Box fehlen auch nicht zwei Gläser, um den frischen „Sommerwein“ von Lungarotti, den „Brezza“, zu genießen. Der letzte Mosaikstein, der das bunte Bild des Lungarotti-Erlebnises vervollständigt, ist der Besuch im Keller von Montefalco. Eine weitere Überraschung erwartet die Besucher. Auf einem Hügel voller Weinberge steht eine kleine, noble Villa. Die Düfte von Lavendel und Rosen begleiten den Besuch. Es handelt sich hier um junge Pflanzen, die in dieser wunderschönen Umgebung die ganze Fülle der Lungarotti Weine bereits ausdrücken.

www.lungarotti.it/eng/

 

26-07-2020

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