Selinunte: das Spiel von Licht und Schatten auf dem Tempel C

Die Tempel sind mit einem Buchstaben des Alphabets bezeichnet. Unbekannt ist die Gottheit, denen sie geweiht waren. Der Blick von der Akropolis auf einen unglaublichen Sonnenuntergang im Meer

Text und Fotos: Claudia Giordano

1-Sizilien-Selinunte-Claudia-GiordanoSelinunte – Vom Meer kommt der Duft einer Meeresbrise, die den Besucher durch den archäologischen Park begleitet. Die Tempel sind mit einem Buchstaben des Alphabets bezeichnet, weil es unbekannt geblieben ist, welcher Gottheit sie jeweils geweiht waren (mit Ausnahme von E, Hera, und G, Zeus). Wenn man den Tempel E betritt, hat man den Eindruck, die imposanten Säulen würden sich zum Himmel erheben. Der Altar und zwei Säulen wurden intakt gefunden.

Im Park wachsen viele Pflanzenarten: die wilde, weiße Orchidee, der wilde Sellerie, die Mandragora mit ihren kleinen lila Blüten, alte Olivenbäume und Bambusbäume, die zusammen mit einem Paar Koalas aus Australien mitgebracht wurden. Wenn man am Tempel C ankommt, kann man die Mauern der Akropolis sehen, vor denen der Tempel mit seinen Säulen und einem Teil des Architravs, umgeben von Überresten zerstörter Tempel, steht. Direkt vor dem Tempel, in der Nähe eines Olivenbaums, kann man das Rascheln des Windes zwischen den Zweigen hören. Die Wolken und die Sonne spielen zwischen diesen Säulen und erzeugen Spiegelungen aus Licht und Schatten. Weiter geht es zum Eingang des Nordtors und dort vorbei zu den Überresten eines Wassergrabens und von zwei Zugbrücken. Wenn man auf eine der Seitenwände schaut, kann man den Tempel E und das dahinterstehende Tal und das Meer sehen. Der Tag ist zu Ende. Die letzte Emotion ist ein unbeschreiblicher Sonnenuntergang, der diesen Ort noch „perfekter“ erscheinen lässt und jeden Besucher atemlos macht.

Info:

Selinunte Archäologischer Park
www.selinunte.gov.it

 

 

 

03-03-2018

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