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Meran: Die Gruppenausstellung „The Poetry of Translation“

Kunst Meran - Merano Arte bietet den idealen Kontext für eine Ausstellung, die sich der Übersetzung widmet und Fragestellungen zu Identität, Multikulturalismus und Diversität aufruft

Meran: Die Gruppenausstellung „The Poetry of Translation“

Diesen Herbst geht „The Poetry of Translation“ (13. November 2021 – 13. Februar 2022) dem spannungsreichen Phänomen der Übersetzung auf die Spur. Die Gruppenausstellung, an der über 30 bedeutsame nationale und internationale Künstler und Künstlerinnen über 70 Arbeiten präsentieren, beleuchtet den Prozess der Übersetzung aus neuartigen Perspektiven. Inspiriert von der gelebten Mehrsprachigkeit in Südtirol und seiner bewegten Geschichte interethischen Zusammenlebens, bietet Kunst Meran – Merano Arte den idealen Kontext für eine Ausstellung, die sich der Übersetzung widmet und Fragestellungen zu Identität, Multikulturalismus und Diversität aufruft. „The Poetry of Translation“ beleuchtet den komplexen Prozess der Übersetzung sowohl als Quelle von Teilhabe, internationaler Verständigung, Kreativität, Genius und Poesie, als auch als Ursache von Missverständnissen und Ausgrenzung. Übersetzung wird hierbei als kreativer Prozess verstanden, bei dem auch immer etwas Neues entsteht.

Ben Vautier, Ethnies en lutte 1979-1990, Kunst Meran
Ben Vautier, Ethnies en lutte 1979-1990, Kunst Meran
Slavs and Tatars Szpagat 2017 Kunst Meran
Slavs and Tatars Szpagat 2017 Kunst Meran

Ausgehend von der Übersetzung von einer Sprache in eine andere, öffnet sich die Ausstellung dem Transfer von weiteren (künstlerischen) Zeichensystemen wie Musik, Gesang, Tanz, Farbe, Licht, digitalen Codes oder Malerei. Es werden beispielsweise Arbeiten zu sehen sein bei welchen Morsecodes in Lichtsignale übersetzt werden (Cerith Wyn Evans, Goodnight Eileen, 1982) oder Musik in Zeichnung (Jorinde Voigt, Ludwig van Beethoven – Sonate Nr. 1 bis 32, 2012). Was geschieht, wenn ein System in ein anderes übertragen wird? Fragen die sich hiermit verknüpfen sind: Was, wenn die Betrachter den Code eines Zeichensystems nicht zu entschlüsseln vermögen und sich mit abstrakten Mustern konfrontiert sehen? Die Präsentation zeitgenössischer Kunst wird durch zwei historische Exkurse ergänzt. Ein Raum widmet sich den Plansprachen. Sowohl Esperanto (1887 entwickelt von Ludwik Zamenhof), als auch die internationale Bildsprache Isotype (1925 entwickelt von Otto Neurath), erzählen von dem Wunsch nach einer antinationalen Welt ohne Übersetzung.

Kunst Meran

im Haus der Sparkasse

www.kunstmeranoarte.org/de.html

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