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Die Äolischen oder Liparischen Inseln mit dem Segelschiff erkunden

Paolo Gianfelici



 Eine Segeltour längs der vom Amt für „Zusammenarbeit, Handel, Handwerk und Fischerei“ der Region Sizilien ausgewählten „Routen derDüfte“.

„Routen der Düfte“/Tid-press

Vulcano/Tid-press

Vulcano (Tid-press) – Die beste Methode, um die Äolischen Inseln zu bereisen, besteht in Fahrten an Bord eines Segelschiffs längs und quer durch die Inselgruppe. Die Entfernungen sind nicht groß, aber eine Reise von Vulcano nach Salina ist eine Erfahrung voller Emotionen, wenn man mit einer Geschwindigkeit von sieben Knoten gegen die Strömung segelt und ungewöhnliche Wellen auf das Schiff treffen. Das gleiche gilt für eine Umschiffung der Insel Stromboli zur Nachtzeit, um die von der Sciara del Fuoco beleuchteten Abhänge des aktiven Vulkans zu bewundern.

Die Reise beginnt im Hafen von Agata Militello in der Provinz Messina. Die Überfahrt zur Insel Vulcano ist kurz.
Der Aufstieg zum Großen Krater (Gran Cratere della Fossa) bei Sonnenuntergang ist eine unvergessliche Anstrengung. Die Füße sinken in den Boden aus Asche und Lapilli ein. Die Augen verweilen auf „Bomben mit Brotrinde”, d.h. Felsen fast ohne Gewicht aus Bimsstein, die mit einer 1 cm dicken Kruste aus Obsidan bedeckt sind.

Nach der Ankunft am Kraterrand öffnet sich ein Schauspiel, das an Dantes Inferno erinnert. Die Fumarolen aus Schwefel und Borsäure umhüllen mit einem hellgrauen Schleier die Besucher, die heftig zu tränen und zu husten beginnen, sofern sie nicht schleunigst das Weite suchen.

Viele Strände der Insel Vulcano haben eine starke, beißende Ausdünstung, die sich mit dem Sand mischt. Viele Leute nutzen dies, um in Schlammbrunnen oder in das wegen der tausendfachen Bläschen seiner Fumarolen milchfarbene Wasser einzutauchen. Die aus dem Meer ragenden Felsen sind mit roten (Eisen), safranfarbenen (Schwefel) und weißen (Kalk) Ausblühungen bedeckt.

Die „Route der Düfte“ führt über Salina, eine überaus grüne, mit Kapernpflanzen und Weinstöcken bedeckte Insel, weiter nach Lipari, Panarea, Stromboli, Alicudi, Filicudi … Es wäre schön, wenn diese Inseln nie enden würden.

(Übersetzung: Richard Brütting)

Info:

www.portaledelleeolie.it
www.eolienelmondo.it

30.09.2005

Gran Cratere/Tid-press

Tid/press

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