Gastfreundlichkeit ist immer dabei, Romagna

Malerischen Landschaften geprägt durch mittelalterliche Städtchen und Weingüter, spannenden Menschen die Bio-Produkte produzieren und anbieten

Text und Fotos: René Kölliker

2-Gastfreundlichkeit ist immer dabei, BertinoroCivitella di Romagna – Slow Food ist seit Jahren ein Begriff in Italien und wird wenige Kilometer von den turbulenten und Weltbekannten Stränden von Rimini zelebriert. In den vier Tälern Val Tramazzo, Val Montone, Val Rabbi und Val Bidente, die mit dem Parco Nazionale Foreste Casentinesi das Grenzgebiet der Regionen Romagna und Toskana bilden, findet man eine Oase der Ruhe. Malerischen Landschaften geprägt durch mittelalterliche Städtchen und Weingüter, spannenden gastfreundschaftlichen Menschen die Bio-Produkte produzieren und anbieten und bei denen man auch übernachten kann. Agrotourismus ist hier zu hause.

Gutes Essen und Gasfreundschaft gehört zu Italien wie Farniente und Sonne. Wer erfahren will aus welchem Kochbuch die guten Gerichte stammen die heute am italienischen Tisch serviert werden sollte sich einen Besuch in die Casa Artusi in Forlimpopoli nicht entgehen lassen. In der kleinen mittelalterlichen Stadt befindet sich das Geburtshaus von Pellegrino Artusi der Ende des 19. Jahrhundert lebte und als „Erfinder“ der italienischen Küche gilt. Hier kann man ein hervorragendes Restaurant, ein Museum, eine Schule und eine Bibliothek besuchen und erfahren, dass noch heute fast jede Familie das Artusi Kochbuch besitzt und wohl auch zwischendurch benutzt. Gutes Essen braucht gute Zutaten und das wird seit ein paar Jahren hier großgeschrieben, gefördert vom Verein Happy Bio. Bekanntlich gehört zu einem guten Essen auch ein gutes Glas Wein. Bertinoro, genannt Balkon der Romagna wegen des außergewöhnlichen Blicks über das Flachland bis zum Meer, ist bekannt für seine Vielfalt an Weinproduzenten und seine ganz spezielle Gasfreundlichkeit die am ersten Wochenende im September an einem Dorffest gefeiert wird. Der Brunnen der Gastfreundlichkeit ist an diesem Tag nicht nur die Mitte des Dorfes, er ist auch der Mittelpunkt der Feierlichkeiten.

Dass es nicht immer friedlich hin und her ging in der Region beweisen die Städtchen mit ihrer Wehrmauer und die Burgen, die man über steile Wege erreicht. Terra del Sole, errichtet von den mächtigen Medicis, ist noch mit der à la Vauban Stadtmauer umringt und lädt in den hübschen Restaurants die sich in historischen Gebäuden befinden zum Verweilen ein. Nicht weit davon in Castrocaro steht eine der originalen italienischen Festungen in deren Ehrenhof noch ein Olivenbaum aus dem 17. Jahrhundert steht. Auch kann man noch die riesigen Warenlager bewundern.

Um die Reise zu ergänzen empfiehlt sich einen Tagesausflug zum Pinienwald am Meer. Er befindet sich bei Spiaggia di Ravenna südlich der Marina di Ravenna. Die Vielfalt an Blumen und Bäumen hat schon die Künstler die vor ein paar Jahrhunderten die frühchristlichen Mosaike von Ravenna angefertigt haben inspiriert. Das Gebiet ist gut ausgeschildert und mit Laufstegen aus Holz ausgestattet. Natürlich sollte man den Ausflug mit einem Besuch in eines der zahlreichen Restaurants die sich entlang der Küste befinden krönen. Ganz vorzüglich sind die frischen Meeresfrüchte die täglich aus dem Meer gefischt werden.

Info:

Borgo Basino – Familie Faggioli
www.fattoriefaggioli.it

29-08-2018

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