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ReisewegeZwischen Himmel und Gestein: Das Grave-Gebiet in Friaul

Elvira D’Ippoliti



 In dieser Gegend wurden schon zur Römerzeit Reben angepflanzt und die heutigen Weinbauern folgen ihren Spuren

(TidPress) – In der Region Friaul wird der Tagliamento als König der Flüsse verehrt. „Aghe“ (das Wasser), so wird er von den Bewohnern genannt, um seine Majestät zu unterstreichen. Der Landstrich, auf beiden Seiten des Ufers, ist das Gebiet der „Grave“. Das angeschwemmte, kalkhaltige Gestein der Dolomiten, auf dem die Rebstöcke wachsen, sorgt für hervorragende Weine. Charakteristisch der „Grave“ ist, dass die Steine tagsüber Wärme auffangen, die sie nachts wieder ausstrahlen. Dies ermöglicht eine verspätete Lese, die die Trauben mit Aroma und Duft bereichert.

Wein wurde in dieser Gegend schon zur Römerzeit, wie die Auffindung von Amphoren mit Resten von Weinbeeren nachweisen, angebaut, und die heutigen Winzer folgen ihren Spuren. Die bodenständigen Weinstöcke sind wieder gefragt, und die Agronomen verwandeln sich in Archäologen, um antike Weinsorten aufzufinden. So wurde zum Beispiel die Weinrebe „Piculit Nero“ wieder angepflanzt, die wahrscheinlich die „vinum pucinum“ ist, die die Römer schätzten.

Grundfarbe der „Grave“ ist rot, weil hier die größte Produktion von Rotweinen der Region erfolgt. Die Qualität ist ein weiteres Kennzeichen der Gegend. Merlot, Cabernet, Refosco: Jeder Wein offenbart bei der Degustation seinen Charakter. Fruchtiger Refosco mit dem Peduncolo Rosso, samtweicher Merlot mit wohltemperierter Blume von süßer Milch und Cabernet Franc, mit einer Spur von Lakritze-Aroma und dem Duft von frischgemähtem Gras.

Wein, Geschichte und üppige Natur: Die Touristen, die dem Gebiet der „Grave“ einen Besuch abstatten, erleben viele Emotionen. Eine malerische Landschaft mit Schlössern und Villen, die heute oft zum Sitz von Kellereien geworden sind. Wie der „Castello di Porcia“, eine Burg aus dem Jahre 1181, wo man jetzt auch einen modernen Weinkeller besichtigen und die Weinproduktion der Porcia-Prinzen kosten kann. Oder wie das Landgut „Pighin“, dessen Sitz sich in einer Villa aus dem 16. Jahrhundert befindet.

Info:
www.docfriuligrave.com
www.pighin.com
www.porcia.com

15.09.2007

Castello di Arcano/ D.Fusaro-Cons.Friuli Grave

Grave-Weingut/ D.Fusaro-Cons.Friuli Grave

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