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Tusculum: : Archäologie und frische Luft

Unweit von Rom kann man zwischen den romantischen Ruinen der Stadt in den Albaner Berge einen angenehmen Abend verbringen

Tusculum: : Archäologie und frische Luft

Text un Fotos: Redaktion TiDPress

Tusculum (Rom) – Hinauf auf sanfte Hügeln: die Römer wussten schon im 1. Jahrhundert v. Chr. wie man der Hitze der Stadt entfliehen konnte. Auf dem Monte Tuscolo, in den Albaner Berge, ließen sich die Reichen und Adelige von damals Villen ins Grüne konstruieren. Der derzeitige archäologische Park ist viel demokratischer und ein Tipp, um einen schönen und frischen Ausflug im Sommer aus der Ewigen Stadt zu programmieren. Am besten fährt man am späten Nachmittag in Richtung Monte Porzio Catone. Mit der Autobahn braucht man ungefähr eine halbe Stunde und wenn man dort ankommt, wird man von der Faszination des Ortes tief berührt. Eine antike römische Straße mit großen Pflastersteinen ist der ideale Spaziergang, um die Reste der Stadt Tusculum zu erklimmen. Es ein einfacher Spaziergang, aber man kann sich dabei die Geschichte dieses Ortes gut vorstellen.

Die vertriebene Einwohner Tusculums. Die Stadt schloss sich den Römern nach der Niederlage der Tarquinier 496 v. Chr. und erhielt das römische Bürgerrecht 379 v. Chr. Im Mittelalter wurde die Stadt von der Grafschaft Tusculum, die aus dem römischen Patriziat stammte, beherrscht. Die Römer zerstörten sie aber im Jahre 1191, nachdem der Papst Coelestin III. und der Kaiser Heinrich VI. den Frieden geschlossen hatten. Frascati, die bekannte Stadt der Castelli Romani, wurde etwas unterhalb von Tusculum von seinen vertriebenen Einwohnern gegründet. Die Ruhe, die man jetzt hier aufatmet erzählt, wie auch die Zerstörungen mit der Zeit vergessen werden. Die Reste von Thermen, Forum und Tempeln sind malerisch in der Natur eingebettet. Das Theater ist gut erhalten und man kann von der steinernen Tribüne das herrliche Panorama bewundern.

Das Theater von Tusculum , Foto TiDPress
Das Theater von Tusculum 
Tusculum, Foto TiDPress
Tusculum

Der Wind vom Meer. Im archäologischen Park ist die Temperatur auch in einem schwülen Julinachmittag wesentlich tiefer als in Rom. Der „ponentino“, der Wind, der in Vergangenheit Roms kühle und angenehme Sommerabende schenkte, kann bis Tusculum frei wehen. Der Blick schweift auf die Häuser von Rocca di Papa, die sich etwas höher am Hügel schmiegen und in die Dämmerungen goldene Reflexe vorzeigen. Die Natur hat aber hier den Vorrang und wenn man auf die dichten Wälder schaut, kann man sich gut vorstellen, was die antiken Römer vor Augen hatten. Man kann auch in der Umgebung wandern und einen romantischen Sonnenuntergang hier erleben. Die Ausgrabungen dieser Stadt begannen nur in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Vielleicht wollte Tusculum seine Schönheit für immer verbergen.

Tusculum

www.tuscolo.org

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